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Maks家動物本 翻訳隊コミュの18. Nein, es gibt keine Urfeindschaft zwischen den Katzen...... p.73

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(p.72)Nein, es gibt keine Urfeindschaft zwischen den Katzen und
Hunden! An einem Frühlingstag erhielt ich von mir unbekannten Tierfreunden
diesen Brief: »Bei uns lebt seit 10 Monaten das Dackelpaar Peter und Fifi zusammen mit
einer Katzee. Vor 4 Wochen brauchte Miez zwei Junge zur Welt. Die Dackelin betrachtete
sich sofort als zuständig für die Katzenkinder, legte sich in den Wochenkorb und bot,
da sie vom eigenen Wurf im vergangenen Winter noch immer Milch produzierte, den
neugeborenen Kätzlein ihre Zitzen an. Es klappte vorzüglich; nur ein Haken ist dabei:
jedesmal wenn die Katzenmutter von einem Gartenausflug zurückkommt, knurrt Fifi,
und wir müssen der eifersüchtigen Dackelin zureden, bis die beiden ‘Rivalinnen aus
Liebe’ gemeinsam ihre Säuglingspflege ausüben können. Vorgestern abend machten
wir zwei Lager zurecht: in der linken Küchenecke für die Katzenmutter, rechts für die
Hündin, und jede bekam ein Kätzlein angelegt. Doch in der Frühe lagen alle vier im
alten engen Korb; die Dackelin war mit ihrem schwarzen Pflegling hinübergestiegen
zu Miez und dem weißen Katzenkind. Auch wenn man tagsüber die Kleinen aus dem
Weidenkorb nimmt, trägt sie die Hündin im Maul sofort wieder zurück, Seit unsere
Jugkatzen laufen können, ist die Dackel-Nährmutter in ständiger Aufregung, weil alle
Augenblicke eines der Kätzchen unternehmungslustig entwetzt.«
Als ich den Brief zweimal gelesen hatte, war auch schon das Filmzeug ins Auto gepackt.
Wir fuhren über Meißen zum schönen Muldetal und verlebten einen beglückenden
Tag bei ‘Katz und Hund’. Ich filmte, wie die jungen Kätzchen zwichen Gras
und Blumen spielten. Die Dackelin hatte dicke Kummerfalten auf der Stirn, trippelte
dauernd zwischen uns herum und schaute mich flehend an: »Wenn bloß den Kindern
nichts passiert!« Von meiner Menschenseite her war keine Gefahr; dagegen fauchte die
Katzenmutter und spuckte bös, weil die Kleinen ihre Zähnchen frech am Schwanz der
Alten übten. Schließlich ging Mama beleidigt davon. Im Nu hüpften die Kätzlein übers
Gartenmäuerchen zu den Dackeln hinunter, wo sie uneingeschränkte Duldsamkeit fanden.
Als sich nach einiger Zeit der Durst meldete, stupsten sie vereint die Hündin, die
sich augenblicklich auf die Seite legte und das linke Hinterbein hochstellte: »Macht’s
Euch nur bequem und trinkt, solange Ihr wollt!« Entzückende Geschehnisse hat meine
Kamera aufgezeichnet, idyllische und temperamentvolle. Die Katzengescheister versteckten
sich im Blumenbeet, krochen bäuchlings, also unsichtbar, aufeinander zu,
verrieten sich jedoch wechselweise, denn bei jedem stand das dünne Schwänzchen
keck in die Höh. Jetzt schnuppert die weiße Katzentochter hingebungsvoll an einer
Blüte, muß niesen, und der schwarze Bruder erschrickt so, daß er gegen die besonnte
Mauer rennt und in der Aufregung mit seinem eigenen Schatten kämpft. Die Schwester
schaut interessiert zu, hüpft dann wie ein Floh in den Hundekorb und thront in ihrer
weißen Lieblichkeit zwischen den beiden sie anhimmelden Dackeln.
Ich habe dieses wahre Erlebnis so ausführlich erzählt, in der Hoffnung, es helfe mit,
den Aberglauben von der Urfeindschaft zwischen Hund und Katze endlich auszurotten,

(p.73)der in Deutschland besonders festgewurzelt ist. Manchmal meine ich, dieses Vorurteil
komme aus uns Menschen, weil wir selbst in zwei Lager gespalten sind: Hundefreunde
und Katzenfreunde. Sehr zu unserem Schaden, denn wir bringen uns dadurch um viele
freudige Erlebnisse. Aus voller Überzeugung erkläre ich: es kann zwischen diesen
beiden Tierarten keine naturhaft angeborene Urfehde geben, denn sie hatten in ihrer
Wildform kaum Gelegenheit, miteinander in Konflikt zu kommen. Die Stammväter unserer
Hunde (Wolf und Schakal) jagen, wie uns bekannt ist, am Steppenboden; der Ahn
aller Hauskatzen-Rassen, der afrikanische Falbkater, lebt im Felsengebiet, und auch
die europäischen Wildkatzen sind keine Steppen-, sondern Baumbewohner. Jedesmal,
wenn eine Hauskatze, ja schon ein Jungtier, beim Herannahen eines Hundes abwehrbereit
den Buckel krümmt, wenn der Hund seinerseits wütend bellt, müssen wir Menschen
uns schuldig bekennen. Denn wir haben diese Feindschaft den beiden Tierarten
anerzogen; wir hetzen seit Jahrhunderten – aus Mutwillen oder Unverstand – unsere
Kinder in Stadt und Land Spaß an solchen Katzenjagden. Zum Glück weiß sich die Katze
ihrer Haut zu wehren; wenn es zur Flucht nicht reicht, werden aus den Sammtpfoten

(p.74)recht schlagkräftige Waffen. Aber diese Notwehr hat mit Unverträglichkeit nichts zu
tun. Zwar ist die Katze von Natur aus ein Einzelgänger; der sichere Unterschlupf, die
wärmende Höhle bedeuten ihr mehr als die Geselligkeit, und davon kommt wohl die
Volksmeinung, daß unsere Katzen nicht am Menschen hängen, sondern an seiner Wohnung.
»Nein, - die Grundzelle der Geborgenheit unserer Hauskatzen ist weder der Hängeboden
noch die Speisekammer, sondern das Herz verständnis- und rücksichtvoller
Menschen«. Der Mensch hat Feindschaft gelegt zwischen Katze und Hund; er kann – sogar
viel müheloser – diese beiden so grundverschiedenen Tierarten freundschaftlich
vereinen. Vor einiger Zeit wollte die Mutter eines Buben Rat von mir haben, weil dessen
Liebling, der Kater Muschi, öfters herumstreunte. Ich empfahl einen jungen Hund als
zusätzliches Hausmitglied und erhielt 6 Monate später folgenden Bericht: »Die ersten
Wochen mit dem Boxerwelpen Tim waren schwierig; unser Kater kam vor Entrüstung
fast nie mehr ins Haus. Sie haben sich beide längst aneinander gewöhnt. Der Boxer ist
ein großer, stämmiger Bursche geworden. Sobald die Tiere gemeinsam in den Garten
gehen, beginnt der Kater temperamentvoll zu spielen; er weiß genau, daß ihm der
tapsige Tim nicht fix genug unter den Holzstoß oder gar auf einen Baum hinauffolgen
kann. In der Küche bleibt unsere gutmütige Hundseele ohne zu knurren neben dem
Freßnapf stehen, wenn der Kater Lust verspürt, sich was Gutes dort herauszuholen.
Oft und oft sitzt Muschi reglos wie ein Denkmal im Zimmer, guckt ’hochnäsig’ nach der
anderen Seite und läßt sich von der Boxerzunge ‘stundenlang’das Fell waschen und
bürsten. Sie sind unzertrennlich: Kater, Hund und mein beglückter Sohn Peter ...«


*pic075
Der große Chow-Chow genießt es behaglich blinzelnd, wenn die junge Siamkatze spielfroh seine lange Mähne zaust.

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