ログインしてさらにmixiを楽しもう

コメントを投稿して情報交換!
更新通知を受け取って、最新情報をゲット!

Maks家動物本 翻訳隊コミュの51-3. Ein Schmetterling, als Haustier ......p.170

  • mixiチェック
  • このエントリーをはてなブックマークに追加
(p.170) Ich habe mich anfänglich gefragt, weshalb die Raupen so ‘riesengroß’ werden; der
Schmetterling selbst hat doch nur 2 cm Länge und ist mit geöffneten Flügeln knapp
4 cm breit. Aber wir werden gleich erfahren, was die Raupe leisten muss, was alles
aus ihrem Körper herauskommt. Rings im Zuchtgestellt sind nun ‘Spinnhütten’ angebracht;
trockene Zweige, dünne Holzstäbchen, zusammengeschnürte Strohbündel. Im
Hintergrund hängen außerdem lange Streifen aus Faltpapier, - lauter Hilfsmittel, die
der Raupe den Anfang des Einspinnens erleichtern sollen. Sie zieht zunächst kreuz
und quer um solch einen Stützpunkt den lichten Faden, der aus den an der Unterlippe
befindlichen Spinnwerkzeugen kommt. Dann hängt sie sich mit dem Hinterleib in ihre
noch locker geflochtene Zelle und bewegt jetzt pausenlos den Kopf hin und her. Dadurch
schlingt die Raupe den Seidenfaden – in Form einer liegenden ∞ - so lange rund
um sich herum, bis der ganze Körper eingehüllt und der Kokon vollendet ist. Seltsam,
dieser Kokon hat nur knapp die Größe eines länglichen Amseleis, und dennoch befindet
sich in ihm die Raupe, die doch zu Beginn der Spinnarbeit 10 cm lang war, also wie mein
Mittelfinger, und auch fast so dick! Ich sagte, das sei seltsam. Wie töricht! Drei Tage
und drei Nächte lang quoll der Spinnsaft aus der Drüse; muss da die Spinnerin, die ja
jetzt keinerlei Nahrung zu sich nimmt, nicht mit jeder Stunde magerer werden und zusammenschrumpfen?
Dennoch geschieht vor unseren Augen ein Wunder. Ohne Riß oder
Bruch, ohne Knoten bzw. Klebestelle gibt die Raupe einen Faden von 3-40000 m Länge
von sich, damit ihr Larvenkörper in der selbstgeflochtenen Wiege zerfallen und sich
zum Schmetterling verwenden kann. Ich schäme mich nicht, hier niederzuschreiben,
dass ich manche Stunde ehrfürchtig vor diesem Schöpfungswunder stand. Wenn mein
Ohr dicht am Kokom war, hörte ich trotz des Freßgeräusches der jungen Raupen auf den
Nachbargestellen gerade noch ein leises Knistern. Es verriet mir, dass innerhalb des
eiförmigen ‘Mumienschreins’ die Lebenskraft noch immer fleißig weiterwirkte.
Aber einmal ist die Arbeit beendet. Wollte man neue Generationen von Maulbeerspinner-
Schmetterlingen züchten, brauchte man nur die Kokons eine Woche lang völlig in
Ruhe zu lassen. Dann würde von innen her ein scharfer Saft die Gespinstwand aufweichen:
der Schmetterling käme ans Tageslicht, ein Weiblichen oder ein Mann. Paarung,

(p.175) Ablage von 4-500 Eiern und schon der Tod; in 6-7 Wochen wäre ein neuer Kreislauf
vollendet. Aber keil Seidenraupen-Züchter legt Wert auf selbstgezogene Nachkommenschaft;
er will die unverätzten, also tadellosen Kokons ernten, die je nach der Raupensorte
grau, schneeweiß, grünlich, gold-gelb, ja leuchtend rot sind. er wirft deshalb die
Kokons in kochendes Wasser, ein schneller, schmerzloser Puppen-Tod. (Man kann auch
Dampf oder Heißluft verwenden.) Das lockere Außengespinst – die einstige Hängematte
– wird entfernt. Wertvoll allein sind die festen Kokons, die, nach ihrer Güte sortiert,
zur Weiterverarbeitung in die ‘Spinnfabrik’ gesandt werden. Eine vom Menschengeist
konstruierte Maschine spult den hauchdünnen Faden ab, der trotz seiner Kilometerlänge
knapp 4 Zehntel eines Gramms Gewicht auf der Mikrowaage anzeigt. Atmen wir tief,
verbeugen wir uns wieder einmal vor der Größe der auch im Unscheinbaren wunderbar
schaffenden Natur!
Der Maulbeerschmetterling ist wirklich unscheinbar, kann mit seinen farbenprächtigen
Verwandten aus der Tropenwelt nicht wetteifern. Er hat eine schmutzig weiße Farbtönung
und graue Querlinien auf den Flügeln; die Fühler sind an den Kanten schwarz
gefiedert. Wie stolz prunkt dagegen unser Nachtpfauenauge: es ist auch ein Spinner,
doch nicht im entferntesten ein Meister!


*pic 177
Links: ein aufgeschnittener Seidenkokon. In ihm liegt rechts die 20 mm lange Puppe, links die
zuletzt abgestreifte Raupenhaut. Rechts: der aus einem 30000 m langen Seidenfaden gesponnene
Kokon, die Puppenhülle, ist hier locker aufgehängt in einer Astgabel.

*pic 178
Eine ‘Spinnhütte’ mit Raupen und Kokons.

コメント(0)

mixiユーザー
ログインしてコメントしよう!

Maks家動物本 翻訳隊 更新情報

Maks家動物本 翻訳隊のメンバーはこんなコミュニティにも参加しています

星印の数は、共通して参加しているメンバーが多いほど増えます。