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Maks家動物本 翻訳隊コミュの28-1. Die Entwicklung des Pferdes,...p.99

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(p.99)Die Entwicklung des Pferdes, sagt Professor Richard Dehm, der
Münchner Ordinarius für Paläontologie, »ist durch Knochenfunde vom Anfang bis heute
lückenlos belegt. Seine Geschichte beginnt vor rund 50 Jahrmillionen, als ein hunde-
(vielleicht nur katzen-) großes Geschöpf durch die Buschwälder der frühen Tertiärtzeit
schlich. Der Kopf saß auf kurzem Hals, und an den Füßen zeigten sich erstmals
kleine Hufe.

(p.100)Dieser zwergenhafte Stammvater unserer heutigen Rosse, das Urpferd Eohippus, hatte vorn 4 und hinten 3 Zehen. Sein Gebiss erweist ihn als Gemischtköstler,
und weil er mit den kurzen Beinchen kaum große Sprünge machen konnte,
wird er scheu im Dickicht gehaust haben.« Aus Platzmangel muss ich nun einen langen
Zeitraum überspringen, bis zum »Pliozän-Pferd ‘Hipparion’, das – etwa eselgroß
– vor 10 Millionen Jahren lebte. Es hatte zwar noch 3 Zehen
an jedem Fuß, ging aber nur auf der kräftigen mittleren. Aus
diesem Vor-Pferd entwickelten sich in Nordamerika die ersten Einhufer, die echten Wildpferde, also die Ahnen unserer Hauptpferde. Seltsamerweise
starben sie in Nordamerika aus, während sie sich – wohl kurz vor dem Erscheinen des
Eiszeitmenschen – im europäischasiatischen Raum üppig ausbreiteten.« Im Verlauf der
langdauernden und klimatisch, auch lokal schwankenden Eis- und Zwischen-Eiszeiten
muss eine Spaltung der Wildpferd-Form eingetreten sein; wir wissen (wiederum durch
Knochenhunde) vom großen und kräftigen equus robustus, dem Stammvater unserer
schweren Kaltblutschläge, der aber bereits im Quartär ausstarb. Für unsere leichten
Warmblüter kommen 2 Wildpferd-Formen in Betracht, einmal das rötlichgelbe, mongolische
Steppenpferd, das Nikolai Przewalski um 1870 als Erster lebend aufspürte
und von dem einige Wildrudel vielleicht noch heute in der Dsungarei vorhanden sind.)
Als Kostbarkeiten hegen verschiedene Zoos Przewalski-Pferde; der Münchner Tierpark
Hellabrunn besitzt davon eine stattliche Herde, s. Bild 4 auf Seite 10.) Der andere und
wohl hauptsächliche ist der mausgraue Tarpahn, der bis zum vorigen Jahrhundert noch
frei vorkam; die letzte Tarpahn-Stute wurde 1879 in Südrussland von Bauern erschlagen.
Andere echte Wildpferd-Formen gibt es in geschichtlicher Zeit nicht; die wilden
Mustang der Indianer, die Wildpferde im Merfelder Bruch u.a. sind Nachkömmlinge
von domestizierten Pferden, die – so wie die von Cortez zurückgelassenen Kriegsrosse
– verwilderten. Korrekterweise muss erwähnt werden, dass jüngst sogar die Vermutung
auftauchte, auch der Tarpahn sei (im Gegensatz zur Przewalski-Rasse) bereits ein primitives
Hauspferd.


*pic101
Ein Hochgenuß nach der sommerlichen Arbeit ist das Baden in der Schwemme.

*pic102
Manchmal pflückt das Ross auch ein saftig frisches Baumblatt.

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