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Maks家動物本 翻訳隊コミュの19-2.Nun das Nutzgeflügel : zu Beginn der Gockelhahn... p.77

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(p.77)Über die Hühnerhaltung brauche ich nicht viel zu sagen: bekannt ist, daß man heutzutage
meist Fallnester benützt, Holzkästen, deren Türe herunterklappt, sobald das
Huhn zum Legen eingeschlüpft ist. Dadurch und durch den Nummernring am Fuß oder
durch Flügelmarken können genaue Ertrags-Statistiken geführt werden. In der verbrauchsstarken
Gegenwart wirt auch bei uns die Hühnerhaltung oft in größtem Umfang,
also mit mehreren tausend Hühnern betrieben: zur Aufzucht von Schlacht- und
Mastgeflügel, vor allem zur Gewinnung von Handelseiern. Das Huhn als Brüterin genügt
uns meist nicht mehr: der Mensch erfand Maschinen zum Ausbrüten. (Allerdings
betrieben schon in vorchristlicher Zeit Chinesen und Ägypter das künstliche Ausbrüten
von Hühnereiern.) Unsere heutigen Brutmaschinen heizt man mit warmem Wasser oder
durch Eliktrizität. Die Eier liegen in Schubladen, müssen zweimal täglich gewendet
und bisweilen ’verlegt’ werden. Auch die Henne bettet ihr Gelege immer wieder von
der Nestmitte nach den Rändern. In der Maschine muß eine methodische Wärmeregulierund
sein, auch regelmäßige Zufuhr von feuchter Frischluft. Mittels Durchleuchtung
wird frühzeitig festgestellt, ob die Eier befruchtet sind. Soeben geschlüpfte Hühnchen
brauchen Wärme nötiger als Nahrung; daher läßt man die künstlich Erbrüteten zunächst
im geheizten Schrank. Eine Groß-Geflügelzüchterei ist begreiflicherweise ganz auf Ertrag
eingestellt und wird zwangsläufig fast ein automatischer Nutzbetrieb. Maschinen
sortieren die frisch gelegten Eier nach Größe und Gewicht, stempeln sie zugleich. Die
großen Hühner bleiben, solange es die Witterung zuläßt, im umgatterten Frei-Auslauf,
bekommen an trüben Wintertagen Höhensonne-Bestrahlung im Stall: Vortäuschung
des Frühlings. Die Futter-Zusammensetzung wird nach Kalorien errechnet; den jungen
Masthähnchen schränkt man die Bewegungsmöglichkeiten ein, um den Fleisch- und
Fettensatz zu steigern.
Ich sagte vorhin, Daß im Hinblick auf die Deckung des immer stärker werdenden Bedarfs
an Lebensmitteln für uns Menschen diese Art von Hühnerzucht verständlich sei,
obwohl mir das natuhaft lebende. Volk der ‘Mistkratzer’ auf dem kleinen Bauernhof
wesentlich sympathischer ist. Doch mit ganzer Energie und voll Empörung wende ich
mich gegen eine andere Erfindung des ‘Menschengeistes’, gegen die modernen Lagebatterien.
Ich verzichte auf Sensations-Worte wie ‘Hühner-KZ’ oder ‘lebenslängliche
Zuchthaus-Einkerkerung’, begnüge mich vielmehr mit einer sachlichen Zustandsschilderung:
»Die Käfige einer Legebatterie sind etwa 40x40x60 cm groß. Der Boden besteht
aus Drahtgeflecht, durch das der Kot fällt, um mit einem Schieber automatisch
entfernt zu werden. Damit die Eier abrollen können, ist der Drahtgrund leicht nach vorn
geneigt. Eine Sitzstange fehlt. Die Vorderseite jedes Käfigs hat eine größere Öffnung,
um den Hühnern die Aufnahme von Futter und Wasser zu ermöglichen, die mechanisch
und so an den Käfigen vorbeigeführt werden, daß jedes Huhn alle 20

(p.79)Minuten in beliebiger Menge von beidem nehmen kann. Die Junghennen werden mit beginnnender Legetätigkeit in die Batterie gebracht, stehen für die ganze Legeperiode auf dem
schrägen Drahtrost und werden dann geschlachtet.« Wir wissen: Hühner sind Lauf- und
Scharrvögel; dieses lebenslängliche Einzwängen auf engsten Raum bezeichne ich als
Tierquälerei und zudem als Versündigung.


*pic077
Eine wachsam besorgte Glucke.

*pic078
wie schön ist das Eintagsküken im molligen Nestdunen-Flaum!

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