Macht nun die hier dargethane Eigenschaft seiner Sprechweise den Juden fast unfähig zur künstlerischen Kundgebung seiner Gefühle und Anschauun- gen durch die Rede, so muß zu solcher Kundgebung durch den Gesang seine Befähigung noch bei weitem weniger möglich sein.
Der Gesang ist eben die in höchster Leidenschaft er- regte Rede:die Musik ist die Sprache der Leidenschaft.
歌唱はまさしく最高度の 情感の内に極まった言葉、 音楽は情感の言語で有る。
Steigert der Jude seine Sprech- weise, in der er sich uns nur mit lächerlich wirkender Leidens- chaftlichkeit, nie aber mit sympa- thisch berührender Leidenschaft zu erkennen geben kann, gar zum Gesang,so wird er uns damit geradesweges unausstehlich.
Alles,was in seiner äußeren Er- scheinung und seiner Sprache uns abstoßend berührte, wirkt in seinem Gesange auf uns endlich davonjagend, so lange wir nicht durch die vollendete Lächerlichkeit dieser Erschei- nung gefesselt werden sollten.
Sehr natürlich geräth im Gesan- ge, als dem lebhaftesten und unwiderleglich wahrsten Aus- drucke des persönlichen Emp- findungswesens, die für uns widerliche Besonnenheit der jüdischen Natur auf ihre Spi- tze,und auf jedem Gebiete der Kunst,nur nicht auf demjenigen, dessen Grundlage der Gesang ist,sollten wir,einer natürlichen Annahme gemäß, den Juden je für kunstbefähigt halten dürfen.
Die sinnliche Anschauungs- gabe der Juden ist nie vermö- gend gewesen, bildende Künst- ler aus ihnen hervorgehen zu lassen: ihr Auge hat sich von je mit viel praktischeren Dingen befaßt, als da Schönheit und geistiger Gehalt der förm- lichen Erscheinungswelt sind.
Von einem jüdischen Archi- tekten oder Bildhauer kennen wir in unsren Zeiten, meines Wissens, Nichts: ob neuere Maler jüdischer Abkunft in ih- rer Kunst wirklich geschaffen haben,muß ich Kennern von Fach zur Beurtheilung über- lassen; sehr vermuthlich dürften aber diese Künstler zur bildenden Kunst keine andere Stellung einnehmen, als diejenige der modernen jüdischen Componisten zur Musik, zu deren genauerer Be- leuchtung wir uns nun wenden.
Der Jude, der an sich unfähig ist, weder durch seine äußere Erscheinung, noch durch seine Sprache, am allerwenigsten aber durch seinen Gesang, sich uns künstlerisch kundzugeben, hat nichtsdestoweniger es ver- mocht,in der verbreitetsten der modernen Kunstarten,der Musik, zur Beherrschung des öffentlich- en Geschmackes zu gelangen.
Von der Wendung unsrer ge- sellschaftlichen Entwicke- lung an,wo mit immer unum- wundenerer Anerkennung das Geld zum wirklich macht- gebenden Adel erhoben ward, konnte den Juden, denen Geldgewinn ohne eigentliche Arbeit, d.h. der Wucher, als einziges Gewerbe überlassen worden war,das Adelsdiplom der neueren, nur noch geldbe- dürftigen Gesellschaft nicht nur nicht mehr vorenthalten werden, sondern sie brachten es ganz von selbst dahin mit.
Unsre moderne Bildung, die nur dem Wohlstande zugäng- lich ist, blieb ihnen daher um so weniger verschlossen, als sie zu einem käuflichen Luxus- artikel herabgesunken war.
Von nun an tritt also der gebil- dete Jude in unsrer Gesellschaft auf, dessen Unterschied vom ungebildeten, gemeinen Juden wir genau zu beachten haben.
Der gebildete Jude hat sich die undenklichste Mühe gege- ben, alle auffälligen Merkma- le seiner niederen Glaubensge- nossen von sich abzustreifen: in vielen Fällen hat er es selbst für zweckmäßig gehalten, durch die christliche Taufe auf die Verwischung aller Spuren seiner Abkunft hinzuwirken.
Dieser Eifer hat den gebilde- ten Juden aber nie die erhoff- ten Früchte gewinnen lassen wollen:er hat nur dazu geführt, ihn vollends zu vereinsamen, und ihn zum herzlosesten aller Menschen in einem Gra- de zu machen, daß wir selbst die frühere Sympathie für das tragische Geschick seines Stammes verlieren mußten.
Für den Zusammenhang mit seinen ehemaligen Leidensge- nossen, den er übermüthig zer- riß, blieb es ihm unmöglich ei- nen neuen Zusammenhang mit der Gesellschaft zu finden, zu welcher er sich aufschwang.
Er steht nur mit denen in Zu- sammenhang, welche sein Geld bedürfen:nie hat es aber dem Gelde gelingen wollen, ein gedeihenvolles Band zwi- schen Menschen zu knüpfen.
Fremd und theilnahmlos steht der gebildete Jude inmitten einer Gesellschaft, die er nicht versteht, mit deren Neigungen und Be- strebungen er nicht sym- pathisirt, deren Geschich- te und Entwickelung ihm gleichgiltig geblieben sind.
In solcher Stellung haben wir unter den Juden Denker ent- stehen sehen: der Denker ist der rückwärtsschauende Dich- ter; der wahre Dichter ist aber der vorverkündende Prophet.
Zu solchem Prophetenamte befähigt nur die tiefste, see- lenvollste Sympathie mit einer großen, gleichstrebenden Ge- meinsamkeit, deren unbewuß- ten Ausdruck der Dichter eben nach seinem Inhalte deutet.
Von dieser Gemeinsamkeit der Natur seiner Stellung nach gänzlich ausgeschlossen,aus dem Zusammenhange mit seinem eigenen Stamme gän- zlich herausgerissen, konnte dem vornehmeren Juden seine eigene erlernte und bezahlte Bildung nur als Luxus gelten, da er im Grunde nicht wußte, was er damit anfangen sollte.
Ein Theil dieser Bildung waren nun aber auch unsre modernen Künste geworden, und unter diesen namentlich diejenige Kunst, die sich am leichtesten eben erlernen läßt, die Musik, und zwar die Musik, die, ge- trennt von ihren Schwester- künsten, durch den Drang und die Kraft der größten Genies auf die Stufe allgemeinster Ausdrucksfähigkeit erhoben worden war, auf welcher sie nun entweder,im neuen Zusa- mmenhange mit den anderen Künsten,das Erhabenste,oder, bei fortgesetzter Trennung von jenen, nach Belieben auch das Allergleichgiltigste und Trivialste aussprechen konnte.
Was der gebildete Jude in seiner bezeichneten Stellung auszusprechen hatte, wenn er künstlerisch sich kund- geben wollte, konnte natür- lich eben nur das Gleichgilti- ge und Triviale sein, weil sein ganzer Trieb zur Kunst ja nur ein luxuriöser,unnöthiger war.
Jenachdem seine Laune, oder ein außerhalb der Kunst liegendes Interesse es ihm eingab, konnte er so, oder auch anders sich äußern; denn nie drängte es ihn, ein Bestimmtes, Nothwendiges und Wirk- liches auszusprechen;son- dern er wollte gerade eben nur sprechen, gleichviel was ,so daß ihm natürlich nur das Wie als besorgens- werthes Moment übrig blieb.
Die Möglichkeit,in ihr zu red- en,ohne etwas Wirkliches zu sagen,bietet jetzt keine Kunst in so blühender Fülle, als die Musik, weil in ihr die größten Genies bereits das gesagt ha- ben, was in ihr als absoluter Sonderkunst zu sagen war.
War dieses einmal ausgesp- rochen, so konnte in ihr nur noch nachgeplappert werden, und zwar ganz peinlich genau und täuschend ähnlich, wie Papageien menschliche Wör- ter und Reden nachpapeln, aber ebenso ohne Ausdruck und wirkliche Empfindung, wie diese närrischen Vögel es thun.
Nur ist bei dieser nachäf- fenden Sprache unsrer jüdi- schen Musikmacher eine besondere Eigenthüm- lichkeit bemerkbar,und zwar die der jüdischen Sprech-
weise überhaupt, welche wir oben näher charakterisirten.